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Singen ist eben Leidenschaft

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„Madame Marguerite oder die Kunst der schiefen Töne“ ein französischer Film und meine Überraschung in diesem Dezember. Überraschung sogar im wahrsten Sinne des Wortes, denn es war unser Überraschungsfilm zur Weihnachtsfeier.

Madame Marguerite Dumont ist eine Dame der höheren Gesellschaft und der Musik sehr zugetan. Sie ist eine große Förderin dieser Kunst und eine talentierte Sängerin. Nun ja, das glaubt sie zumindest. Hier eine Kostprobe:

Doch keiner hat ihr bisher die Wahrheit gesagt, die Wahrheit, dass sie einfach nicht singen kann und es wohl auch nie können wird. Auch nicht mit dem besten Lehrer der Welt. Der Film beginnt u.a. mit dem oben gesehen Auftritt. Danach erscheint ein Zeitungsartikel, der sie in den höchsten Tönen lobt. Wobei man sagen muss, es ist auch der einzige Artikel, alle anderen verreißen sie. Doch ihr Diener, der eigene Ziele verfolgt, sorgt dafür, dass Madame Marguerite diese nie zu sehen bekommt. Ermutigt von diesem Artikel und seinem Schreiber möchte Marguerite nun doch ihr größtes Ziel verwirklichen: ein Auftritt vor großem Publikum. Obwohl ihr Mann wirklich alles versucht, um sie davon abzuhalten.

Es ist ein wirklich gut gemachter und sehr einfühlsamer Film. Es geht um eine Frau, die einfach nicht wahrhaben will, dass Singen nunmal nicht zu ihren Talenten gehört. Stattdessen schafft sie sich eher eine kleine Traumwelt. Es geht um ihren Mann, der versucht mit dieser Situation klar zu kommen, dem es am Ende aber vor allem an seinem eigenen Mut mangelt, ihr die Wahrheit zu sagen. Und dann gibt es da noch den Diener. Dieser scheint alles zu tun, damit Marguerite nichts von der schlechten Presse mitbekommt. Man denkt am Anfang noch aus Mitgefühl, vielleicht Verehrung Liebe. Doch er hat ein ganz anderes Ziel.

Der Film hat Humor, Tragik und Tiefgang und er basiert auf wahren Begebenheiten. Die Amerikanerin Florence Foster Jenkins wurde für ihren Gesang immer belächelt, denn sie traf nur selten Ton und Rhythmus. Bei ihr wurde nach mehr Auftritten verlangt, aber wohl vor allem, weil sie so eine schlechte Sängerin war. Erst 76 trat sie dann vor einem große Publikum auf. Was auch das letzte Mal sein sollte. Mehr erfahrt ihr dazu auf Wikipedia.

Für mich ist der Film ein absoluter (Geheim-)Tipp. Und weil es so schön ist, nochmal ein ausführlicher Trailer 😉

 

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