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Buchmesse – ein Erlebnisbericht

Da ist sie wieder vorbei, die Buchmesse. Also noch nicht ganz, das ist klar. Heute sind sicher wieder 1000de hin geströmt – mit und ohne Kostüm. Aber ich konnte nicht mehr, zwei Tage im Getümmel haben mir gereicht.

Wie fand ich es? Großartig 😀

Am Freitag fast 8,5 Stunden auf der Messe. Da ich mich noch mit einer guten Freundin getroffen habe, die Buchhändlerin ist, gab es an dem einen oder anderen Stand auch kurze Gespräche mit Verlagsvertretern. Find ich immer wieder spannend, zu hören wie sie ihr momentanes Programm sehen, wie sie Kritik und Lob am selbigen aufnehmen und wie sie die Buchmesse in Leipzig finden. Über letztere freuen sieh alle. Auch wenn es viel Arbeit ist, alles aufzubauen, dort vier Tage allen Rede und Antwort zu stehen, trotzdem habe ich keinen klagen gehört. Im Gegenteil, gerade weil sie auf der Buchmesse auch viel mit den Lesern in Kontakt kommen, finden sie sie gut. Frankfurt mag größer sein, aber es geht weniger um das Publikum, als um das Lizenzgeschäft.

Ich war bisher erst einmal in Frankfurt, vor acht Jahren denke ich. Es war dort auch super, aber eben auch riesig. Auf der Leipziger Buchmesse kenne ich mich einfach aus, da habe ich absoluten Heimvorteil.

So was habe ich gesehen: viel zu viele Bücher, die ich wohl niemals schaffe zu lesen. Was mir aber egal war, ich hab mich trotzdem damit eingedeckt bzw. wurde eingedeckt:

Das alles befand sich in diesem Überraschungsbeutel, der mit überreicht wurde

Überraschungstüte.jpg

Ob ich jemals schaffe alles zu lesen? Keine Ahnung, jetzt hab ich erst mal zwei Wochen Urlaub, wir werden sehen, wie viele Bücher da am Ende auf meiner Liste stehen.

Dazu kamen aber noch:

  • Klüpfel/Kobr: „In der ersten Reihe sieht man Meer„, hier auch mit einem tollen Autogramm für meine Eltern 🙂 Ostern ist gerettet. Zum Interview später mehr.
  • Laura Barnett: „Drei mal wir“ (vielen Dank an den Kindler Verlag 🙂 )
  • David Mitchell: „Knochenuhren“ (das kommt hoffentlich bald, auch hier wieder Danke an den Rowohl Verlag 🙂 )
  • Joseph Fink & Jeffrey Cranor: „Willkommen in Night Vale“ (gesehen, Klappentext gelesen und gekauft)

Sehr gefallen hat mir auch das Interview mit Dora Heldt.

Dora Heldt.jpg

Bisher konnte ich mit ihren Büchern noch nichts anfangen. Doch ihren Krimi „Böse Leute“ fand ich, ng jetzt doch ganz spannend. Natürlich kommt dazu, dass ich Dora Heldt in ihrem Interview einfach nur sympathisch fand. Meine liebste Aussage: sie verschiebt ihre Arbeit gerne auf die letzter Sekunde. Wer kennt denn sowas nicht? Wir haben den Titel bei uns in der Bibliothek, der Ausleihe steht also nix  Weg.

Kobr Klüpfel.jpg

Ja hier sind Kobr und Klüpfel bei ihrer Autogrammrunde. Vorher ging um ihr neustes Werk „In der ersten Reihe sieht man Meer“. Es geht um Urlaub – klar. Aber um einen Familienurlaub den 80ern. Kennt ihr das noch, viel Essen mitnehmen, kein iPod, kein Smartphone, kein Navi… Stadtessen fahren nach der Karte, die im besten Fall nur fünf Jahre alt ist. Abends gibt es Spieleabende, wo mindestens einer beleidigt das Zimmer verlässt. Doch am Ende waren es einfach die schönsten Urlaube. Es hat schon Spaß gemacht, das Interview zu hören und die fünf Minuten Lesung waren großartig. (Leider wird das Hörbuch von Bastian Pastewka gelesen. Ja, er kann das auch sehr gut, keine Frage, aber irgendwie müssen für mich einfach diese beiden Autoren ihre Bücher auch selber lesen – es ist immer wieder fantastisch komisch.) Das Buch hatte ich schon, nun meine Eltern. Das erste Kapitel ist gelesen und sicher auch bald das ganze Buch.

Ach ja, wer schon drauf wartet: Ende September erscheint auch der neue Kluftinger 🙂

Was gab es noch auf der Messe – ja die Manga- und Comiccon. In die Mangahalle habe ich mich nur am Freitag getraut. Das ist für Normalsterbliche am Wochenende einfach nicht mehr möglich. Denn auch von Jahr zu Jahr wurde diese Halle größer und auch die Fans in ihren Cosplay-Kostümen wurden mehr und die Kostüme größer.

Einen Eindruck davon bekommt ihr hier. Die Kostüme gehen von aufwendig zu ‚oh-mein-Gott-wie-haben-sie-das-bitte-hinbekommen‘. Gut manche sind auch wirklich nicht so schön gewesen oder gaben Stellen frei, die ich einfach nicht sehen wollte. Aber da hilft dann nur wegschauen. Seid ich damals noch diese heiligen Hallen betreten habe, hat sich auch einiges geändert. Nicht nur, dass die Manga-Comiccon jetzt auch einen eigenen Namen und eine eigene Halle hat. Die Ständen sind wesentlich internationaler. Überall kann man etwas für das perfekte Cosplay-Outfit kaufen. Von der Perrücke bis zum Schwert. Dazu noch eine Masse an knuffigen Kuscheltieren und Süßigkeiten. Unglaublich wie viel japanischer Süßkram, wo ich beim besten Willen, 99% einfach nicht identifizieren konnte. Dazu eine große Cosplay-Bühne, ich habe noch einen Stand zum Bogen schießen gesehen, die Verlagsstände und dann musste ich mich schon sehr orientieren, um überhaupt wieder hinauszufinden. Wohlgemerkt, Freitag war es noch leer…

Insgesamt war die Messe dieses Jahr wirklich sehr toll. Ich bin gespannt, mit welchen Besucherrekord sie dieses Jahr endet. Das es einer werden wird, da bin ich mir ziemlich sicher 🙂

So, jetzt werde ich mal weiter Bücher lesen, es muss ja einiges geschafft werden 😉

P.S. Die Schuhe waren die beste Wahl seit langem, meine Füße waren die einzigen Körperteile, die gestern Abend nicht weh taten xD

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10 Gedanken zu „Buchmesse – ein Erlebnisbericht

  1. Leg die Füße hoch und erhole dich gut, war ja ein ereignisreicher Tag.

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  2. Und, Kai Meyer durch Zufall getroffen? 😉

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  3. stadtbibliotheksalzgitter sagte am :

    Super Bericht und nun ist der Urlaub auch wirklich verdient. Erhole Dich gut und lies, was Dir Spaß macht. ScG

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  4. Schöner Beitrag 🙂 Dass dir alles weh tut, kann ich gut nachfühlen. Hab den halben Samstag verschlafen 😀

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