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Archiv für die Kategorie “Rezension”

Rezension: Demon Road – Hölle und Highway

„Demon Road – Hölle du Highway“ ist der erste Band einer Trilogie (wie könnte es im Jugendbuchbereich auch anders sein) und die zweite Reihe aus der Feder von Derek Landy. Er ist vor allem durch seien Reihe um Skulduggery Pleasant. Diese Reihe habe ich verschlungen und umso neugieriger war ich dann natürlich auf „Demon Road – Hölle und Highway“.

Inhalt:

Demon RaodAmber ist ein normaler amerikanischer Teenager: sie geht zur Schule und verdient sich nebenbei ein paar Dollar in einem Restaurant. Zu ihren Eltern hat sie im Grunde gar kein Verhältnis. Seit sie denken kann, läuft sie immer nur so nebenher. Das ändert sich ganz plötzlich, als sie mit 16 eine Art Aufwallung hat. Auf dem Nachhauseweg wird sie von zwei Jungs angegriffen, als sie sich verteidigen will, ist es als platze ihr eine Sicherung. Sie beißt einem den Finger ab und bricht ihm auch den Kiefer. Natürlich wollte sie das nicht und wie das passieren konnte, kann sie sich noch weniger erklären. Als sie darüber mit ihrer Mutter spricht, ist diese von der einen auf die andere Sekunde ganz verändert. Sogar Freunde des Paares werden noch am gleich Abend zum Essen eingeladen. Und Amber erfährt auf unschöne Weise, warum. Ihre Eltern und vier ihrer Freunde sind Monster und zwar schon seit über 100 Jahren. Um ihre Kraft zu erhalten und zu stärken essen sie ihre eigenen Kinder. Das war definitiv nicht Ambers Glückstag!

Aber es denken nicht mehr alle in der Gruppe so. Und so lernt Amber Milo kennen, der mit ihr flieht. Damit Amber ihre Eltern los wird, ruft sie den leuchtenden Dämon, der schon damals ihren Eltern in Monster verwandelte. Gibt sie ihm die eine Seele, die ihn betrogen hat, dann befreit er sie von ihren Eltern. Wenn nicht, hat sie selber ihre Seele verwirkt. Und damit beginnt die Suche durch die Vereinigten Staaten. Auf ihrem Weg lernen sie noch Glen kenne – einen ziemlich verrückten Iren, der unbedingt das Todeszeichen los werden muss.

Ein spannendes Buch bis zu den letzten Seiten auf denen noch ein richtiger Showdown kommt.

Fazit:

Mit hat der erste Band der Reihe sehr gut gefallen. alle Figuren haben ihr eigenes Päckchen in puncto Dämonen zu tragen – was man alles so nach und nach mitbekommt. Der Schreibstil von Landy ist wie immer sehr gut, das Buch hat sich wirklich fast von selbst gelesen. Vor allem Glen ist mir sehr schnell an Herz gewachsen. Etwas treu-doof, hilft er Amber auf ihrer Reise, geht ihr mit seinem Gequatsche auf die Nerven und manövriert sie ab und an auch mal in heikle Situationen. Doch ohne ihn wäre das Buch auch nur halb so lustig, sein Wortwitz ist wunderbar.denn Nach dem Ende bin ich sehr gespannt, wie es im 2. Teil weiter geht.

Für wen ist das Buch jetzt etwas? Auf jeden Fall für alle Skulduggery Pleasant Fans. Aber auch für jeden, der gerne Supernatural sieht und auch sonst nicht vor Dämonengeschichten abgeschreckt wird. Es ist an manchen Stellen etwas blutig, aber bei weitem noch keine Horrorgeschichte (auch Danl Glen), ich würde sagen eine gute Mischung aus unterhaltender Fantasy und einer Portion Grusel.

Endbemerkung: Auf alle Fälle lesenswert!

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Sherlock-Comic

Heute ist mein Comic-Samstag, zumindest werde ich versuchen in Zukunft samstags mich hier über Comics auszulassen. Vor allem will ich natürlich vorstellen, welche ich bisher gelesen habe und welche mich besonders beeindruckt haben. Dabei soll es natürlich nicht nur um Comics gehen, sondern auch um Graphic-Novels.

Zu Sherlock Holmes gibt es ja die verschiedensten Adaptionen – egal ob Buch oder Film. Vor kurzem hat mir meine Mitbewohnerin folgenden Titel in die Hand gedrückt:

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Ein Sherlock-Holmes-Comic? Da war ich natürlich sofort Feuer und Flamme. Die Woche hab ich es dann endlich mal geschafft: gemütlich auf dem Balkon habe ich den Comic praktisch verschlungen. Das Cover verrät es sicher schon, hierbei handelt es sich nicht um einen typischen Sherlock-Holmes-Comic und dem folgenden Satz, von der Titelseite sollte man in jedem Fall beachten:

Sehr frei inspiriert durch Figuren von Sir Arthur Conan Doyle.

Denn hier trifft man auf doch sehr andere Holmes und Watson Figuren. Der Comic ist sehr farbenfroh gestaltet. Das ist mir gleich als erstes aufgefallen, denn sonst werden die Geschichten von Sherlock Holmes ja doch eher etwas düsterer dargestellt.

Ich hab mit Band zwei angefangen: „Sherlock Holmes und der Club der tödlichen Sportarten“. In diesem Band muss Sherlock mal wieder mehrere geheimnisvolle Fälle lösen. doch leider scheint er am Anfang doch sehr auf dem Schlauch zu stehen. Denn ihm will einfach keine Lösung einfallen. Ein Fall führt sie dabei in den „Club der tödlichen Sportarten“. Schon der Name des Clubs klingt skurrile und genau das ist er auch, was Lestrade am eigenen Leib erfahren darf. Erst am Ende macht es auch endlich bei Sherlock klick und er erläutert voller Inbrunst die Lösung jedes Falles.

Die Kriminalfälle sind sehr gut durchdacht und fügen sich wunderbar ineinander. Doch mein eigentliches Highlight an diesem Comic, und sicher auch der ganzen Reihe, ist der Spaß am Lesen. In dem Band ist sich auch ein Sherlock Holmes nicht zu schade Witz und Humor an den Tag zu legen. Ohne dass dabei alles in Klamauk endet. Ich habe wirklich mehr als einmal gelacht und freue mich jetzt schon sehr auf Band drei und vier 🙂 Für mich und meine Mitbewohnerin war dieser Comic die Entdeckung im Juni.

Jetzt warten auf mich noch Band 3 und 4:

Sherlock Holmes Band 3und4

Kennt denn jemand diese Comics? Hat jemand noch einen anderen Tipp für eine Gute Sherlock Adaption – egal ob Buch, Comic oder auch Film? Natürlich kenne ich die BBC Verfilmungen 😉

Was für die Bauchmuskeln

Bei folgendem Buch werden wirklich nicht nur die Lachmuskeln, sondern auch die Bauchmuskeln trainiert.

Horst evers

Auf das Buch bin ich Dank einer Kollegin gestoßen. Sie hatte es bei einer Veranstaltung vorgestellt und auch gleich zwei Geschichten daraus vorgelesen. Das tat sie so überzeugend humorvoll, dass ich Tränen gelacht habe! Also das Buch direkt mitgenommen.

Zum Inhalt:

Wie können wir den mannigfaltigen Tücken des Daseins begegnen? Horst Evers macht den Alltagstest und erzählt Geschichten mitten aus dem Hier und Jetzt: Er verbessert fremde Sprachen derart, dass man sie versteht, ohne sie zu sprechen; entwickelt Sportarten, deren Ausübung man vor dem eigenen Körper geheim halten kann; lässt sich online massieren und findet endlich sinnvolle Kompromisse für die respektvolle Smartphonenutzung während persönlicher Gespräche: «Ein Stirnband mit einer Halterung für das Smartphone des Partners. Sie trägt mein Telefon vor der Stirn, ich trage ihres vor der Stirn, und so können wir gleichzeitig Mails checken und uns trotzdem innig in die Augen schauen. Ist auch für die Körperhaltung besser.» Er schlägt der NSA vor, seine Überwachung von nun an selbst zu übernehmen und regelmäßig Bericht zu erstatten, möchte aber von den eingesparten Kosten profitieren. Auch unterwirft er Kants kategorischen Imperativ und die Lehrsätze anderer großer Denker dem Test und kommt alles in allem zu dem Ergebnis: Das Leben ist wunderbar, macht aber leider häufig auch viel Arbeit. Man sollte es preisen, wie ein Schweizer seine Heimatstadt Thun: «Thun ist schön, aber nichts Thun ist schöner.»
Ein wunderbar erzählter Geschichtenband, der zeigt: So komisch war Alltag noch nie! (Verlagstetx, Quelle: Rowohlt)

Wer Horst Evers kennt, wird dieses Buch lieben. Wer ih  noch nicht kennt, sollte ihn schnellstens kennen lernen. Wirklich jeder seiner Geschichten musste ich mindestens 1 Mal lachen. Es ist eifnach herrlich, wenn man liest, wie er in der Damenabteilung Schlüpfer für seine Tochter fotografiert, auf ein Rollenspieltreffen geht, mit einem ziemlich großen Hund spazieren geht und und und…

Ein hervorragendes Buch, wer endlich mal wieder etwas zum Lachen sucht! ich werde jetzt auch im Bestand der Bibliothek mal nach älteren Werken von ihm suchen und hoffe doch sehr, dass mir dann mindestens genauso lustige Lesestunden bevor stehen 😀

Der Garten ruft

Genau das wollte die Autorin des Buches „Mein wundervoller Garten“ Gabriele Frydrych nie. Gabriele Frydrych, Lehrerin, zieht mit ihrem Mann in eine Einfamilienhaussiedlung in Berlin. Sie wollten raus aus der Großstadt. Doch was Gabriele so gar nicht wollte: sich um den Garten kümmern!

Dementsprechend beginnt auch schon das Buch mit dem ersten Kapitel „Unkraut jäten? Ohne mich!“. Doch die Nachbarn haben da ganz andere Vorstellungen.

Griele Frydrych„Endlich kümmert sich mal jemand um den Garten!“ Ein Herr im seidenen Morgenrock [der Ästhet von nebenan] steht am Zaun und sieht mir wohlwollend zu, wie ich Umzugskartons, Wäscheständer und Stehlampe schleppe. Um den Garten kümmern? Was meint er damit? Die Wildnis hinter unserem Hexenhaus? Die vielen Kiefern, Hecken und Misthaufen? Ich lächle mild und stelle mich als neue Nachbarin vor. Dezent flechte ich ein, dass ich beruflich völlig ausgelastet bin, genauso wie mein Mann. […] Vom Gärtnern habe ich übrigens keine Ahnung. Ich habe auch nicht vor das zu ändern.“ S. 7

Doch der Ästhet lässt nicht locker. Er bietet sogar an, mit den neuen Nachbarn ins Gartencenter zu fahren und sie dort zu beraten. Dabei hat er gut reden. Er leistet sich einen Gärtner, den er rumkommandieren kann. Neben ihm gibt es auch die obligatorische neugierige Nachbarin, die rein zufällig immer irgendetwas auf ihrem Dachboden macht, wenn Gabriele und ihr Mann im Garten sind.

Von ihrer ‚Ökofreundin‘ Sabine bekommt sie eine Zwiebelmischung geschenkt. Pflichtbewusst bringt Gabriele diese irgendwie in den Boden – Tipps der Nachbarn bleiben dabei nicht aus, auch nicht von den Kleinsten unter ihnen:

„Ich versenke die Blumenzwiebeln zwischen Wurzeln, urzeitlichen Gestein und merkwürdigen Ballen. ‚Willst du Blumen, die nach unten wachsen? Du hast die Zwiebeln falsch rum eingegraben!‘ Wer spricht da? Mein schlechtes Gewissen? Ich schaue hoch. Nebenan sind ein paar Bretter zu einer Art Riesennisthöhle zusammengefügt. Darin sitzt etwas Buntes mit einem Fernglas und beobachtet mich. ‚Wer bist du denn?‘, frage ich. Vom Baum steigt ein bunt gekleidetes Kind nach unten. Es ist höchstens sechs Jahre alt.“ S. 13/14

Und wie groß ist die Freude, als dann tatsächlich etwas Buntes aus dem Boden sprießt!! Es kommt, wie es kommen musste: Gabrieles Ehrgeiz ist geweckt. Sie fängt an Unkraut zu jäten und auch von den Kiefern müssen Äste weichen. Außerdem entdeckt sie ihre Liebe für Vögel.

„Die Artenvielfalt zwei Häuser weiter macht mich neidisch. Nach langem Insistieren habe ich Erfolg. Der Nachbar leiht den Katalog seines Naturversandhauses. Zwanzig Seiten allein über individuell gefertigte Nistkästen!“ S. 19/20

Und damit geht es für Gabriele los. In jedem Baum hängt mehr als ein Nistkasten, Futter wird extra bestellt – all das wird auch belohnt durch ein zahmes Rotkehlchen namens Fritz.

Ein Buch genau passend zur Jahreszeit. Gabriele Frydrych lockt mit ihren Erzählungen raus ins Grüne – auch ich hab mir beim Lesen mehr als einmal einen kleinen grünen Garten mit mindestens einem Nistkasten gewünscht.

Mir hat das Lesen des Buches sehr viel Spaß gemacht und kann es auch von der ersten bis zur letzten Seite weiter empfehlen 🙂  Vielen Dank auch an den DuMont-Verlag, dass mir ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt wurde!

Buch-Date #2 Die Rezension

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Heute ist es endlich so weit, die Renzensionen des Buch-Dates werden veröffentlicht! Worum es dabei genau geht erfahrt ihr in diesem Beitrag. Alle Rezensionen findet ihr gesammelt auf Zeilendes Blog.

Die Buchempfehlungen für mich, kamen von LunaUmbra. Das waren:

  • Tote lügen nicht von Kathy Reichs
  • Die Memoiren des Sherlock Holmes von Arthur Conan Doyle
  • Dreizehn von Wolfgang und Heike Hohlbein

Ehrlich gesagt, fand ich die alle drei toll.Hohlbein fiel aber nach ein wenig Nachdenken raus, irgendwie bin ich ihm doch etwas entwachsen. Auch wenn ich die Bücher, die er mit seiner Frau geschrieben hat, noch in guter Erinnerung habe, wie z.B. „Das Buch„. Platz eines belegte dann Sherlock Holmes. Doch ein Auswahlkriterium war dieses Mal, dass ich es mir erstmal irgendwo leihen kann und leider haben wir die Memoiren nicht in unserem Bibliotheksbestand. Doch es bleibt auf jeden Fall auf meiner Wunsch-Leseliste stehen 🙂

Geworden ist es als Kathy Reichs mit „Tote lügen nicht“

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Und ich muss wirklich betonen, dass ist jetzt keine 2. Wahl, denn endlich hatte ich einen Grund, diese eihe anzufangen. Hab schon immer überlegt, mal eines aus der Serie zu lesen. Bisher kenne ich nur die Jugendbuchreihe Virals, welche mir auch sehr gut gefällt. Doch zu Temperance Brennan bin ich noch nie vorgedrungen.

Zum Inhalt des Buches:

Tempe lebt in Québec und ist forensische Anthropologin. Eigentlich hat sie ein toles Wochenende geplant, doch am ende kommt alles anders. denn es wurde eine Leiche gefunden. Tempe muss zum Fundort fahren und herausfinden ob es eine alte Leiche ist (also nicht ihr Fall) oder eine Neue. Das Glück ist leider nicht auf ihrer Seite, die Leiche ist frisch und somit ihr Fall. Es handelt sich um eine 23-jährige junge Frau, die zerstückelt und in Müllsäcken verscharrt wurde. Bei der Untersuchung der Leiche fallen Temperance Brennan Ähnlichkeiten zu einem Fall von vor einem Jahr auf und noch drei weitere Fälle könnten damit in Verbindung stehen. Doch der ermittelnde Beamte Detective Luc Claudel will davon absolut nichts wissen, den Mord an Isabell betrachtet er als Einzelfall. Da Tempe das so nicht einfach stehen lassen kann, fängt sie an selber zu ermitteln und sie kommt den Serienkiller auch langsam auf die Schliche. Doch auch er beobachtet sie und mit ihren Ermittlungen bringt sie am ende ihre Freundin Gaby und ihre Tochter kathy in gefahr.

Mein Fazit:

Als ich das Buch angefangen habe, war ich schon sehr erstaunt. Inhaltlich war es wie erwartet. Doch ich bin ein sehr großer Fan der Serie „Bondes – die Knochenjägerin“. Und warum auch immer hatte ich gedacht, die Bücher wären der Serie insofern ähnlich, dass Temperance Brennan auch da in Wahsington am Jeffersonian arbeitet und immer wieder dem FBI hilft. Hier hat sie am Anfang auch keine Familie uns ist jünger als in den Büchern. Im Buch lebt sie von ihrem Mann getrennt und sieht auch ihre Tochter Kathy nur ab und an. Beruflich ist sie in Québec gelandet.

Aber das sind nur Randerscheinunge, mir hat das Buch wirklich sehr gut gefallen. sehr gut war, dass es kein großes Vorgeplänkel gab, sondern die Geschichte direkt los ging. auch die Vorstellung der einzelnen Figuren rund um Tempe Brennan ist nicht langatmig und trotzdem erfährt man ziem,ich schnell, mit wem so gut kann und mit wem nicht – wie mit Detective Luc Claudel. Man merkt dem Buch an, das Kathy Reichs – selber Anthropologin – versteht wovon sie schreibt. Dabei sind die Geschichten zwar aus der beruflichen Praxis inspiriert, aber nicht autobiographisch.

Für mich war das Buch ein gelungener Einstieg in die Temperance Brennan Serie als Buch. Erst recht wo die Fernseherie sich jetzt dem Ende entgegen neigt.

Wem würde ich die Bücher empfehlen? Jedem der Tess Gerritsen, Karin Slaughter und/oder Sandra Brown gerne liest und erst recht jedem Bones-Fan, der die Bücher (wie ich) bisher noch nicht kennt!

Für mich war Buch-Date #2 auf alle Fälle ein voller Erfolg!

 

Rezension: Sally Jones

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„Sally Jones : Mord ohne Leiche“ von Jakob Wegelius

Inhalt: Lissabon um 1900: Bei einem Handgemenge im Hafen von Lissabon stürzt ein Mann ins Wasser. Seine Leiche wird nie gefunden. Doch der finnische Seemann Henry Koskela wird des Mordes angeklagt und zu 25 Jahren Gefängnis verurteilt. SallyJones will die Unschuld ihres Freundes beweisen und begibt sich deshalb auf eine abenteuerliche Reise um die halbe Welt. Diese führt sie aus den engen Gassen Lissabons über Alexandria und Bombay bis in den sagenhaften Palast des Maharadschas von Bhapur. Dabei begegnet sie einer Fadosängerin, einem zwielichtigen Bischof, einem freundlichen Friedhofswärter, einem finsteren Kommissar, dem Akkordeonvirtuosen Fabulous Forzini, einem launischen Maharadscha und einem dreihöckrigen Kamel. (Quelle: Gerstenberg-Verl.)

Sally Jones muss sich nach dem Koskela verhaftet wurde alleine durchschlagen, sie findet zum Glück Freunde und es wird lange beschrieben, wie dies von statten geht und was sie das nächste Jahr über macht. Dann geht es auf nach Indien und auch da landet Sally Jones leider nicht da wo sie hin möchte, erst über viele Monate und viele Umwege.

Das Buch hat insgesamt 618 Seiten, von der ersten Seite an hat es mich der Schreibstil gefesselt und trotzdem kann ich nach dem Beenden des Buches nicht sagen, ob ich es großartig finde oder eher naja… Für Kinder finde ich es nur bedingt geeignet, denn es passiert zwar sehr viel, aber stellenweise könnte man es auf jeden Fall um viele Seiten kürzen (vor allem auf ihrer Reise nach und durch Indien), damit etwas mehr Spannung in die Geschichte kommt.

Das Buch wurde für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert – unter erzählerischen Gesichtspunkten versteh ich das auf alle Fälle. Auch die Illustrationen in dem Buch sind einfach wunderschön. Aber wenn ich mich selbst in einen normalen lesebegeisterten Jugendlichen hineinversetze, dann wird der-/diejenige das Buch sicher auch schnell wieder aus der Hand legen, weil einfach zu viel beschrieben wird und zu wenig passiert.

Für mich war es trotzdem eine Bereicherung das Buch zu lesen, auch wenn ich glaube, man hätte es sicher um 100 Seiten kürzen könne, war das Lesen doch nie langweilig. Durch kurze Kapitel und den wirklich guten Erzählstil von Herrn Wegelius las sich das Buch auch sehr schnell.

Es gibt übrigens noch einen ersten Teil, doch der ist für das Verstehen des Buches absolut nicht von Nöten. ich werde sicher mal bei Medimops oder anderen Seiten die Augen offen halten, ob ich den Teil etwas günstiger bekommen kann.

 

Aktion: Buch-Date – Auflösung

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Heute ist es so weit, es wird aufgelöst was ich beim Buch-Date gelesen habe. Wer nochmal wissen möchte, worum es dabei ging, schaut hier. Alle Beiträge zur Aktion hat Zeilenende in seinem Beitrag gesammelt. Wer das nächste Mal hat Lust mitzumachen, am 3.10., also Montag, startet der Aufruf zum nächsten Buch-Date. Ich muss mal noch mit meinem Buchstapel für die Lese-Liste Rücksprache halten, ob ich dran teilnehme. Allen Lesern empfehle ich das auf jeden Fall 🙂

Mein Date hatte ich mit pocahontasmaay. Empfohlen hat sie mir drei tolle Titel:

  • „Die Buchspringer“ von Mechthild Gläser
  • „Eragon : Das Vermächtnis der Drachenreiter“ von Christopher Paolini
  • „Mittelsturm“ von Mike Maurus

Die Entscheidung war sehr schnell gefallen – „Eragon“ und „die Buchspringer“ hatte ich schon gelesen und ich wollte gerne etwas neues versuchen. Geworden ist es demnach Mittelsturm 🙂

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Mittelsturm ist der erste Band ein Trilogie über Fantasmania von Mike Maurus. Leider auch schon etwas älter, weswegen es die Reihe nicht mehr im Buchhandel gibt. Doch das sollte kein Hinderungsgrund sein, denn es gibt ja noch Medimops. Dort gesucht, gefunden, gekauft und gelesen.

Bei diesem Buch war ich wirklich sehr experimentierfreudig, denn Fußball ist eigentlich so gar nichts meins. Aber erstmal zum Inhalt:

Lorenzo und William (der die Geschichte erzählt) sind beides Waisenjungen. Sie wachsen im Waisenhaus in Arkanon auf. Dies ist die Menschenstadt, die nur durch den Wilden Wald von Fantasmania getrennt wird.

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Aus dem Buch S. 410/411

Genau an dieser Grenze gehen die Jungs in ihrer knappen Freizeit einem vergnügen nach – sie spielen Fußball. Die Mannschaft des Waisenhauses heißt die „Verdammten Rotznasen“. In Arkanon hat fast jeder Mensch auch eine magische Begabung. William z.B. merkt schon kurz bevor Objekte sich bewegen, in welche Richtung diese Bewegung abläuft. Deswegen ist er auch der Torwart in der Mannschaft. Lorenzo dagegen hat nie eine Begabung gezeigt, bis sie eines Tages gegen den Sohn des Barons spielen. Damit setzt Lorenzo eine ganze Kette von Ereignissen in Gang. William wird seine Begabung kurz darauf zum Verhängnis und beide landen im Wilden Wald und sitzen schon bald im Turm vom Zauberer Merellyn.

Neben allen Geschehnissen wird auch immer wieder Fußball thematisiert, doch in diesem ersten Teil ist das doch eher noch ein Randereignis. Ich vermute in den weiteren Bänden, rückt das Fußballspielen mehr in den Mittelpunkt.

Mich hat das Buch schon sehr schnell überzeugt. Mike Maurus verliert sich am Anfang nicht in endlosen Beschreibungen, das erledigt er nebenbei, während die Geschichte sofort startet. Da alles aus Williams Sicht erzählt wird, ist auch die Sprache entsprechend eines 11 jährigen. Mal flapsig, mal etwas durcheinander aber immer liebenswert. Durch diese Erzählweise stiegt man sofort in die Geschichte ein und lässt sich von seiner Euphorie auch zum Fußball mit anstecken. Ich finde diesen ersten band auf jeden Fall sehr gelungen und werde sicher schauen, dass ich nächstes Jahr mit den anderen beiden Teilen weiter lese. Denn nun will ich ja auch wissen, wie es den beiden ergeht in Fantasmania.

Neben der Geschichte besticht das Buch auch durch viele schöne Bilder.

Das Buch findet auch auf meiner Lese-Liste seinen Platz – als neu entdeckten Autor/Jugendbuch/Buchempfehlung (im Dezember entscheidet sich, was genau 🙂 ).

Nochmal Danke pocahontasmaay für die Empfehlung – das Date mit dir hat mir gefallen 😉

 

Nicht alles ist so, wie es am Anfang scheint

Für den Blog der Stadtbibliothek Salzgitter hat mir der Atlantik Verlag eine ganz große Freude gemacht und mir ein Leseexemplar von M.R.C. Kasasian „Mord in der Mangle Street“ zugeschickt 🙂 Ich liebe ja Krimis a la Sherlock Holmes und dieser ist wirklich sehr lesenswert! Nachfolgend meine Meinung zu diesem Buch:

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Inhalt:

1882, March Middelton zieht nach dem Tode ihres Vater zu ihrem Patenonkel und neuen Vormund Sidney Grice. Dieser ist seines Zeichens ein berühmter Detektiv und hat der Polizei schon bei so einigen Fällen geholfen. So auch gleich an Marcus erstem Tag in London. Grace Dillinger steht vor der Tür, die bitte Sidney Grice um Hilfe. Ihr Schwiegersohn, Ashbey, wird des Mordes an ihrer Tochter beschuldigt. Doch Miss Dillinger ist absolut überzeugt, dass er es nicht gewesen sein kann. Sidney Grice weigert sich erst den Fall anzunehmen, doch March, na sagen wir, sie überredet ihn dazu. Mit einer Bedienung, sie darf an der kompletten Ermittlung teilnehmen. Zur damaligen Zeit schon sehr ungewöhnlich, wenn plötzlich eine Frau mit ins Leichenschauhaus geht. Doch March ist den Tod gewöhnt, denn ihr Vater war Arzt und sie hat ihm mehr als einmal assestiert. Die Ermittlungen laufen gut – findet zumindest Sidney Grice  – denn am Ende bringt er Ashbey vor Gericht.

Was ich hab das Ende des Krimis verraten? Nein keine Sorge, denn natürlich ist es nicht so einfach, wie es auf den ersten Blick scheint. Sidney Grice und March ermitteln weiter bis dieser ziemlich verworrene Fall gelöst ist.

Fazit:

Für mich die Krimientdeckung meines Lesejahres. Kasasian hat es von Anfang an geschafft mich mit seiner Erzählung in seinen Bann und ins Jahr 1882 zu versetzten. Ich fand March sofort sympathisch, da sie auch ihre kleinen Eigenheiten hat. Sidney Grice hingegen kam mir am Anfang ziemlich versnobt vor. Doch nach und nach schließt man auch ihn ganz langsam in sein Herz. Und trotz blutiger Morde, die Wortgefechte der beiden bringen einen, als Ausgleich, auch immer wieder zum Lächeln:)

Von mir 5 von 5 Sternen.

Ich hoffe es werden noch viele weitere Bücher folgen – 3 dürften noch in der Warteschlange stehen, denn 4 Bücher sind auf englisch schon erschienen.

(Diese Rezension wurde zu erst veröffentlicht auf dem Blog der Stadtbibliothek Salzgitter, dort ebenfalls von mir geschrieben und veröffentlicht) Nochmal vielen Dank für das Leseexemplar an den Atlantik Verlag 🙂

Für diese Art Krimis kann ich mich wirklich immer begeistern. Was ich auch noch unbedingt lesen möchte ist „Die Augen der Heather Grace“ von David Pine. Auch dieser Krimi spielt im Sherlock Universum, dieses Mal mit Arthur Conan Doyle als Hauptperson. Könnt ihr euch für solche Krimis aus begeistern oder lest ihr lieber den original Sherlock von Doyle? Oder gibt es andere Krimis/Krimiautoren, die auch begeistern?

 

Rezension ‚Dr. Siri sieht Gespenster‘

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Inhalt:

Dr. Siri – einziger Pathologe von Laos – ermittelt hier in seinem zweiten Fall. Zum einen sind die rätselhaften Tode mehrere Personen zu zu klären. Alle wurden nachts angegriffen und es scheint so, als wäre es ein Tier gewesen. Doch kann wirklich der alternde Bär, der erst vor kurzem aus seinem fürchterlichen Gefängnis ausgebrochen ist, daran die Schuld tragen? Unterstützt wird er in diesem Fall von seiner Assistentin Dtui.

Außerdem gilt es zu klären, was zwei Piloten in Luang Prabang zugestoßen ist. Was natürlich nicht geht, ohne, dass Siri sich mit der Obrigkeit anlegt. Gleichzeitig trifft er sich mit der Schwester seiner verstorbenen Frau Boa und lernt auch noch den ehemaligen laotischen König kennen. Siri lernt dabei immer mehr sich mit seinen Geistern zu verstehen und unterhält sich auch mit dem einen oder anderen.

Einschätzung:

Nachdem ich den 2. Fall von Dr. Siri leider nicht als Hörbuch, gesprochen von Jan Josef Liefers, bekommen konnte, hab ich mir halt das Buch vorgenommen. Das Buch hat alles was ein guter Krimi haben muss: einen gewitzten Detektiv, eine neugierige Gehilfin, Vorgesetzte, die ihm nur Steine in den Weg legen und zwei Fälle, die am Ende doch wieder etwas anders sind, als es zu erst erschien.

Wer Krimis, wie Elizabeth George oder auch Donna Leon mag – also etwas ruhiger, nicht sehr blutig – der sollte Collin Cotterill und seinen Dr. Siri ruhig mal versuchen. Die Fälle spielen gut 40 Jahre in der Vergangenheit, nach der Machtergreifung des Kommunismus  und des Sturzes es laotischen Königs. Da die Asiaten ja doch sehr an ihre Geister glauben, kommt natürlich auch dieses Thema in den Büchern vor. Ich finde das aber gerade sehr sympathisch an Dr. Siri. Er ein Gelehrter der Medizin, muss sich jetzt im hohen Alter auch noch mit der Geisterwelt rumschlagen. Und das gelingt ihm immer besser, auch wenn er dafür ab und an mal über seinen rationalen Schatten springen muss 😉

Den ersten Teil muss man im übrigen nicht zwangsläufig kenne, bei ein paar Stellen, kann es aber für das Verständnis hilfreich sein.

Fazit

Ein unterhaltsamer Krimi, mit einem guten Cover, welches auch ziemlich gut zum Inhalt des Buches passt. Von mir gibts dafür vier von sechs Sternen 🙂

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Die Monster sind wieder los

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Inhalt
Finns Vater ist weg, verschollen auf der verseuchten Seite und er wartet darauf, dass Finn ihn rettet. Es sol eine Karte geben, die Finn hilft, doch bis jetzt hat er sie noch nicht gefunden und ist so langsam am Verzweifeln. Dass der Rat der Zwölf einen Beobachter, Estravon, schickt, der sich das Problem ansehen soll, macht es Finn auch nicht leichter. Denn schon nach kurzer Zeit steht fest, der Rat der 12 hält Finns Vater für Tod. Wenn er nicht binnen 48 Stunden auftaucht, dann soll Emmis Vater Darkmouth übernehmen – als neuer Legendenwächter. Emmis Vater, der bisher Monster und Legenden nur aus Büchern kannte.

Finn gibt nicht auf und tatsächlich findet er einen Weg auf die verseuchte Seite. Unabsichtlich nicht alleine: Emmi und Estravon landen mit ihm dort. Zusammen schlagen sie sich durch und versuchen Finns Vater zu retten.

Meinung
Das Buch ist, wie der erste Teil, wirklich sehr gut. Es behandelt wieder übliche Motive, wie Finns Selbstzweifel, ob er seinen Vater jemals findet und ja eigentlich sowieso kein Legendenjäger werden möchte. Aber trotzdem hat das Buch durch die vielen Figuren seinen ganz eigenen zum Teil witzigen Charme. So lernt Finn wieder eine neue Legende kennen und beginnt sich wieder zu fragen: sind die Legenden wirklich so böse?

Nebenbei erfährt man in kurzen Rückblenden auch, wie es Finns Großvater auf der verseuchten Seite erging. Das wird aus der Sicht der Legenden erzählt und liest sich deswegen auch immer mit einem Schmunzeln im Gesicht 🙂

Auch das Cover gefällt mir wirklich sehr gut. Es passt zur Geschichte und auch zum ersten Band. Teil drei erscheint in wenigen Monaten, im Mai. Ich bin schon sehr gespannt wie es weiter geht und ob nach Teil drei Schluss ist oder noch ein vierter Band folgt.

Fazit
Zielgruppe sind wieder die 10-13 Jährigen, ich fall da etwas raus, gruselig fand ich das Buch nicht, aber wie schon bei Nightmares, überlasse ich da die Entscheidung lieber der Zielgruppe 🙂 Das Cover bekommt auf alle Fälle 5 Sterne und die Geschichte ebenso. Das macht insgesamt für alles 5 Sterne 🙂

(P.S. Das Non-Plus-Ultra sind für mich übrigens 6 Sterne 😉 )

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