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Montagsfrage – Lese-Highlights

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Heute schaffe ich es doch tatsächlich, die Montagsfrage am Montag zu beantworten. Diesen Montag geht es bei Buchfresserchen um Lese-Highlights:

Das Jahr ist schon zur Hälfte vorbei,

welche Bücher sind bislang eure Buchhighlights?

Meine Lese-Jahr war bisher noch nicht wirklich das Highlight. In den ersten Monaten bin ich nicht sehr viel zum Lesen gekommen. Was ich bisher geschafft habe, das könnt ihr in meiner Leseliste 2017 nachlesen.

Ein Buchhighlight war auf alle Fälle Horst Evers  „Der kategorische Imperativ ist keine Stellung beim Sex“. Bei keinem anderen Buch habe ich dieses Jahr so viel gelacht.

Eine weitere Entdeckung waren für mich die Sherlock-Holmes-Comics „Baker Street“. Die lustigsten Sherlock Comics, die ich jemals gelesen habe 🙂 Einen Beitrag gab es von mir letzten Samstag.

Ich merke, ich brauche dieses Jahr wohl vor allem etwas zum Lachen. Ich hoffe sehr, das 2. Lesehalbjahr verläuft um einiges besser dieses Jahr. Die letzten Tage habe ich mich auf alle Fälle sehr bemüht mehr voran zu kommen 😉

Was ist denn euer bisheriges Lieblingsbuch?

 

Was für die Bauchmuskeln

Bei folgendem Buch werden wirklich nicht nur die Lachmuskeln, sondern auch die Bauchmuskeln trainiert.

Horst evers

Auf das Buch bin ich Dank einer Kollegin gestoßen. Sie hatte es bei einer Veranstaltung vorgestellt und auch gleich zwei Geschichten daraus vorgelesen. Das tat sie so überzeugend humorvoll, dass ich Tränen gelacht habe! Also das Buch direkt mitgenommen.

Zum Inhalt:

Wie können wir den mannigfaltigen Tücken des Daseins begegnen? Horst Evers macht den Alltagstest und erzählt Geschichten mitten aus dem Hier und Jetzt: Er verbessert fremde Sprachen derart, dass man sie versteht, ohne sie zu sprechen; entwickelt Sportarten, deren Ausübung man vor dem eigenen Körper geheim halten kann; lässt sich online massieren und findet endlich sinnvolle Kompromisse für die respektvolle Smartphonenutzung während persönlicher Gespräche: «Ein Stirnband mit einer Halterung für das Smartphone des Partners. Sie trägt mein Telefon vor der Stirn, ich trage ihres vor der Stirn, und so können wir gleichzeitig Mails checken und uns trotzdem innig in die Augen schauen. Ist auch für die Körperhaltung besser.» Er schlägt der NSA vor, seine Überwachung von nun an selbst zu übernehmen und regelmäßig Bericht zu erstatten, möchte aber von den eingesparten Kosten profitieren. Auch unterwirft er Kants kategorischen Imperativ und die Lehrsätze anderer großer Denker dem Test und kommt alles in allem zu dem Ergebnis: Das Leben ist wunderbar, macht aber leider häufig auch viel Arbeit. Man sollte es preisen, wie ein Schweizer seine Heimatstadt Thun: «Thun ist schön, aber nichts Thun ist schöner.»
Ein wunderbar erzählter Geschichtenband, der zeigt: So komisch war Alltag noch nie! (Verlagstetx, Quelle: Rowohlt)

Wer Horst Evers kennt, wird dieses Buch lieben. Wer ih  noch nicht kennt, sollte ihn schnellstens kennen lernen. Wirklich jeder seiner Geschichten musste ich mindestens 1 Mal lachen. Es ist eifnach herrlich, wenn man liest, wie er in der Damenabteilung Schlüpfer für seine Tochter fotografiert, auf ein Rollenspieltreffen geht, mit einem ziemlich großen Hund spazieren geht und und und…

Ein hervorragendes Buch, wer endlich mal wieder etwas zum Lachen sucht! ich werde jetzt auch im Bestand der Bibliothek mal nach älteren Werken von ihm suchen und hoffe doch sehr, dass mir dann mindestens genauso lustige Lesestunden bevor stehen 😀

Der Garten ruft

Genau das wollte die Autorin des Buches „Mein wundervoller Garten“ Gabriele Frydrych nie. Gabriele Frydrych, Lehrerin, zieht mit ihrem Mann in eine Einfamilienhaussiedlung in Berlin. Sie wollten raus aus der Großstadt. Doch was Gabriele so gar nicht wollte: sich um den Garten kümmern!

Dementsprechend beginnt auch schon das Buch mit dem ersten Kapitel „Unkraut jäten? Ohne mich!“. Doch die Nachbarn haben da ganz andere Vorstellungen.

Griele Frydrych„Endlich kümmert sich mal jemand um den Garten!“ Ein Herr im seidenen Morgenrock [der Ästhet von nebenan] steht am Zaun und sieht mir wohlwollend zu, wie ich Umzugskartons, Wäscheständer und Stehlampe schleppe. Um den Garten kümmern? Was meint er damit? Die Wildnis hinter unserem Hexenhaus? Die vielen Kiefern, Hecken und Misthaufen? Ich lächle mild und stelle mich als neue Nachbarin vor. Dezent flechte ich ein, dass ich beruflich völlig ausgelastet bin, genauso wie mein Mann. […] Vom Gärtnern habe ich übrigens keine Ahnung. Ich habe auch nicht vor das zu ändern.“ S. 7

Doch der Ästhet lässt nicht locker. Er bietet sogar an, mit den neuen Nachbarn ins Gartencenter zu fahren und sie dort zu beraten. Dabei hat er gut reden. Er leistet sich einen Gärtner, den er rumkommandieren kann. Neben ihm gibt es auch die obligatorische neugierige Nachbarin, die rein zufällig immer irgendetwas auf ihrem Dachboden macht, wenn Gabriele und ihr Mann im Garten sind.

Von ihrer ‚Ökofreundin‘ Sabine bekommt sie eine Zwiebelmischung geschenkt. Pflichtbewusst bringt Gabriele diese irgendwie in den Boden – Tipps der Nachbarn bleiben dabei nicht aus, auch nicht von den Kleinsten unter ihnen:

„Ich versenke die Blumenzwiebeln zwischen Wurzeln, urzeitlichen Gestein und merkwürdigen Ballen. ‚Willst du Blumen, die nach unten wachsen? Du hast die Zwiebeln falsch rum eingegraben!‘ Wer spricht da? Mein schlechtes Gewissen? Ich schaue hoch. Nebenan sind ein paar Bretter zu einer Art Riesennisthöhle zusammengefügt. Darin sitzt etwas Buntes mit einem Fernglas und beobachtet mich. ‚Wer bist du denn?‘, frage ich. Vom Baum steigt ein bunt gekleidetes Kind nach unten. Es ist höchstens sechs Jahre alt.“ S. 13/14

Und wie groß ist die Freude, als dann tatsächlich etwas Buntes aus dem Boden sprießt!! Es kommt, wie es kommen musste: Gabrieles Ehrgeiz ist geweckt. Sie fängt an Unkraut zu jäten und auch von den Kiefern müssen Äste weichen. Außerdem entdeckt sie ihre Liebe für Vögel.

„Die Artenvielfalt zwei Häuser weiter macht mich neidisch. Nach langem Insistieren habe ich Erfolg. Der Nachbar leiht den Katalog seines Naturversandhauses. Zwanzig Seiten allein über individuell gefertigte Nistkästen!“ S. 19/20

Und damit geht es für Gabriele los. In jedem Baum hängt mehr als ein Nistkasten, Futter wird extra bestellt – all das wird auch belohnt durch ein zahmes Rotkehlchen namens Fritz.

Ein Buch genau passend zur Jahreszeit. Gabriele Frydrych lockt mit ihren Erzählungen raus ins Grüne – auch ich hab mir beim Lesen mehr als einmal einen kleinen grünen Garten mit mindestens einem Nistkasten gewünscht.

Mir hat das Lesen des Buches sehr viel Spaß gemacht und kann es auch von der ersten bis zur letzten Seite weiter empfehlen 🙂  Vielen Dank auch an den DuMont-Verlag, dass mir ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt wurde!

Wie man Schwedenkrimis richtig schreibt

Genau diese Frage beantwortet Henrik Lange in seinem Buch. Und wenn man alle Regeln beachtet schreibt man nicht irgendeinen Krimi – sondern den Schwedenkrimi des Jahrhunderts!

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Das Titelbild verrät es schon, das Thema wird nicht ganz so ernst behandelt 😉 Mit seinen Comiczeichnungen führt Henrik Lange durch das Buch und zeigt beispielhaft auf was es alles ankommt, dass der neuste Schwedenkrimi auch wirklich bei der Leserschaft ankommt. Es brauch natürlich gleich einen Mord, einen Ermittler, der doch ziemlich verkorkst ist und viele Hinweise.

Ich selber bin ein großer Krimifan und liebe auch die schwedischen Krimis. Henrik Lange muss ich für dieses Buch ein großes Kompliment machen, denn es fasst tatsächlich alle Dinge zusammen, die in schwedischen Krimis vorkommen. Dort bin ich immer begeistert, bei Herrn Lange musste ich über die vielen Klischees lachen. Doch genau diese entdecke ich nicht nur bei den schwedischen Krimis – nein auch Stephan Ludwig hat mit seinem Zorn genau so einen Kommissar erschaffen! Großartig.

Das Buch eignet sich für jeden Krimiliebhaber – entweder als Geschenk oder doch gleich zum selber kaufen. Ob man damit tatsächlich den Krimi des Jahrhunderts schrieben kann… Also ich könnte es wohl nicht, da fehlen mir dann doch noch ein zwei Ideen und die schriftstellerische Raffinesse 😉 Aber sollte es jemand versuchen und es ihm/ihr gelingen – ich lese sehr gern das Ergebnis 😀

 

 

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